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New Fotos der Abschiedfeier am 07. Juli 2003

Historische Szenen
Wie alles begann
        von Gerda Wiljes

Geboren am 17. März 1939 in Alfeld an der Leine wuchs er in einem ländlichen Umfeld auf. Nach der täglichen Arbeit auf dem Felde wanderte er - zum Unverständnis der Dorfbewohner- des nachts unzählige Kilometer um den heimischen Wohnzimmertisch, um beim Vokabelpauken nicht einzuschlafen. Doch das Lernen wäre beinahe umsonst gewesen: Der große Stolz seiner Kindheit war ein eigenes Fahrrad, mit dem er jeden Tag, bei gutem wie bei schlechtem Wetter zur Schule fuhr. Nur ein einziges mal ließ er es im Stich - am Tag seiner Abiturprüfung. Nach heftigen nächtlichen Schneefällen sah er sich am Morgen mit einer meterdicken Schneedecke konfrontiert, die das Radfahren unmöglich machte. Dennoch schob er mutig los. Nachdem er sich halben Weges verzweifelt durch die hohen Schneemassen gekämpft hatte, gab er auf, warf sein Rad entnervt in hohem Bogen in die nächste Schneewehe und rannte zu Fuß weiter. Eine halbe Stunde zu spät erreichte er schließlich die Schule und begann so verspätet mit seiner Griechisch-Klausur. Die Prüfung verlief erfolgreich, und nach intensiver Suche, gemeinsam mit seinen Schulkameraden, fand er sogar das Rad wieder.

Während seines Studiums waren jedoch auch einige Ansätze zu erkennen, die ein anderes Bild zeichnen: Studiert hat er, abgesehen von einem Semester in Heidelberg, an der Universität in Göttingen. Um während der Examensvorbereitungszeit pünktlich mit der Arbeit anzufangen, verabredete er sich jeden Morgen mit einem Freund pünktlich um 9:00 Uhr vor der Bibliothek. Leider begann auch das nahegelegene Kino "Die Krone" mit einer alle 3 Tage wechselnden Frühvorstellung um 9:00 Uhr. Als sie eines Tages feststellten daß sie dieselben Cowboys, die dort ihre Viehherde über die Leinwand trieben, bereits am Vortag bei derselben Tätigkeit gesehen hatten, war der Glaube an ihre eigene Arbeitsmoral arg erschüttert.

Hat ihn der Beruf auch nach Braunschweig geführt, so ist er doch immer sehr heimatverbunden geblieben. Auch nach 30 Jahren hat er sich noch nicht vom Autokennzeichen des heimischen Landkreises trennen können und fährt beinah wöchentlich in die alte Heimat. Sein 30 jähriges Schuljubiläum feierte er kürzlich zusammen mit seinem Kollegen aus den Anfangstagen, Heino Bartels. Sehr zum Leidwesen der Schüler hat er es, abgesehen von zwei kürzeren Krankenhausaufenthalten, in diesen 30 Jahren auf lediglich drei Fehltage gebracht. Neben Latein und Geschichte mußte er in den ersten Jahren auch Gemeinschaftskunde und Geographie unterrichten, wobei er hier beim Lernen den Schülern meist nur einige Seiten im Lehrbuch voraus war. Sportunterricht hat er zwar, trotz Berechtigung, nie erteilt, dafür eilte er jedoch eines Tages so schwungvoll in das Klassenzimmer, daß er gleich die gesamte Tür mitnahm.

Seine Leidenschaft zur Jagd wurde geweckt, nachdem er mit seinem VW-Käfer - allerdings ungewollt - einen stolzen Zwölfender erlegte. Und so läuft er heute oft durch den Wald oder sitzt abends gemütlich auf dem Hochsitz.


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© Cord Wiljes, last updated 2.3.02